Starkes Zeichen für nachhaltige Landwirtschaft

Die faire Milch führt flächenbezogene Viehhaltung ein

Grefrath, 11. Februar 2019 – Als erste Lebensmittel-Marke in Deutschland hat sich Die faire Milch zu einer flächenbezogenen Viehhaltung verpflichtet. Damit wird die Anzahl von Milchkühen auf der Betriebsfläche eines Hofes im Sinne des Tierwohls effektiv begrenzt. Die faire Milch fügt damit ihren ohnehin hohen Qualitätsstandards ein weiteres nachhaltiges Produktionskriterium hinzu.

Die faire Milch ist Verbrauchern seit vielen Jahren für ihre nachhaltigen Produktionsstandards bekannt. Die Programmteilnehmer der Marke – allesamt Familienbetriebe aus Deutschland – verpflichten sich beispielsweise dazu, kein Futtermittel aus Übersee zu verwenden sowie komplett auf Gentechnik zu verzichten. Nun hat die Marke in der aktuellen Diskussion über die Folgen einer zu intensiven Landwirtschaft ein weiteres Ausrufezeichen gesetzt und bekanntgegeben, dass sie künftig auf die flächenbezogene Viehhaltung setzt.

Im Rahmen dieses zukunftsweisenden Konzepts verpflichten sich alle Teilnehmer des fairen Milch-Projekts abhängig von der Größe der eigenen Betriebsfläche ihre Anzahl an Milchkühen selbständig zu begrenzen. Auf diese Weise sollen Tiere und Weideland gleichermaßen geschont werden. Der Beschluss wurde im Januar 2019 gemeinschaftlich von Verbrauchern und Milchproduzenten erarbeitet und getroffen, die zusammen in der Genossenschaft Fair Food e.G organisiert sind. Hintergrund: Die Fair Food e.G ist Projektträger von Die faire Milch und bietet Endkonsumenten die einzigartige Möglichkeit, die Ausrichtung und Strategie der beliebten Milchbauernmarke aktiv mit zugestalten.

„Wir sind stolz darauf, dass unsere Marke mit dieser Entscheidung erneut eine Vorreiterrolle auf dem deutschen Lebensmittelmarkt einnimmt“, erklärt Verbraucher und Genosschenschaftsmitglied Ralf Ehret. „Mit unserer Regelung zur Viehbesatzdichte beugen wir Nährstoffüberschüssen und der Überdüngung der landwirtschaftlichen Flächen effektiv vor. Regionale Kreisläufe sollen dadurch gestärkt werden. Außerdem trägt die Regelung dazu bei, dass es den Kühen langfristig gut geht“, so Ehret weiter.

Mehr zu den aktuellen Themen rund um Die faire Milch auf www.diefairemilch.de oder bei Facebook.

Große Bühne für Journalisten

Berlin: Bereits zum sechsten Mal vergab der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter BDM e.V. am Samstag im Rahmen seines Symposiums bei der Grünen Woche Preise für herausragende journalistische Arbeiten. Aus ganz unterschiedlichen Ecken der Republik und verschiedenen journalistischen Bereichen gingen die Bewerbungen für den Journalistenpreis „Faire Milch“ ein. Angesichts der Vielzahl und der hohen Qualität der Einsendungen war es für die Jury keine leichte Aufgabe eine Auswahl zu treffen.

Gleich sechs Beiträge schafften es auf das große Podium im Berliner City Cube. Martina Hahn, freie Journalistin und Mit-Autorin von „Fair einkaufen – aber wie?“ konnte die Jury mit einer umfassenden Recherchearbeit für die Sächsische Zeitung und die Freie Presse Chemnitz überzeugen. In sechs Artikeln widmete sich Frau Hahn allen Bereichen der Milchwirtschaft und konnte so dem Leser einen umfassenden Einblick in die Welt der Milch geben.

Das intensivste und beste Interview hat Edith Schowalter vom Bayerischen Rundfunk mit dem Milchbauern Johannes Pfaller geführt. Gemeinsam mit Christoph Lutze war er mit dem kirchlichen Hilfswerk Misereor und Germanwatch in Burkina Faso. Im Sendeformat „Habe die Ehre“ wurde deutlich, in welchem Spannungsfeld deutsche und afrikanische Milchbauern wirtschaften.

Eindrucksvoll stellten Nico Heiliger, Ulrich Lang und Johannes Schmid-Johannsen vor, was unter Digital-Journalismus zu verstehen ist. Sie verglichen in ihrer Arbeit einen durchdigitalisierten Milchviehbetrieb und einen auf vielen Standbeinen stehenden Biohof. Mit interessanten Grafiken, gut gemachten Videos und gründlich recherchierten Inhalten entwickelte das Team für den Südwestrundfunk (SWR) ein sehr ansprechendes und inhaltlich tiefes und absolut preiswürdiges Webangebot.

Mit dem Radio-Feature „Leben auf dem Bauernhof“ ist es Johannes Döbbelt gelungen, ein kindgerechtes und realistisches Bild vom Landleben zu zeichnen. Durchaus politisch wird Herr Döbbelt, wenn es um den Milchpreis geht und sachlich einordnet, welcher Druck auf den Betrieben lastet. Der Beitrag im Kinderprogramm des WDR dürfte selbst für manchen Erwachsenen sehr wertvoll gewesen sein.

Aus vielen Beiträgen von Fachmagazinen war es der mutige Beitrag von Patrick Liste zum sensiblen Thema Anbindehaltung, der die Jury überzeugte. Als Fachjournalist von top agrar zeigte er auf, von welchen Seiten Druck auf die Bauern aufgebaut wird, wie gerade die kleinen Familienbetriebe in die Defensive gedrängt werden und sich die Politik bei der Debatte weg duckt. Die Milchviehhalter, so Patrick Liste, sollten das Zepter des Handels nicht den anderen überlassen. Besser sei es, in den Offensive zu gehen und damit den Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen. So kann im Idealfall möglichst vielen Betrieben eine langfristige Perspektive geboten werden.

Im ausgezeichneten TV-Beitrag von Matthias Vogler dreht sich alles um eine junge Bäuerin, die in der Stadt aufgewachsen ist und schon früh ihre Berufung erkannte. „Wenn ich groß bin werde ich Bäuerin,“ so auch der Titel von Matthias Voglers Dokumentation, die er für den NDR produziert hat. Mit nichts als diesem Traum hat die heute 28-jährige Ve Spindler mit 16 Jahren begonnen ihren Traum zu leben. Heute bewirtschaftet sie einen Milchviehbetrieb mit 25 Kühen und 110 Hektar Land. Eine rundum gelungene journalistische Arbeit, die deutlich macht, was für eine Berufung, welch ein Geschenk es ist, Bauer zu sein.

In seiner Laudatio lobte Bundesbeirat Michael Braun die akribische Arbeit der ausgezeichneten Journalisten sowie deren kreative Umsetzung ihrer Beiträge. „Es hat richtig Spaß gemacht, sich die unterschiedlichen Beiträge anzuschauen, anzuhören oder zu lesen. Das lag nicht zuletzt an der herausragenden inhaltlichen Qualität der Beiträge, die uns nicht nur prima informiert, sondern auch gefesselt und berührt haben.“

Internationale Grüne Woche in Berlin

Vom 18. bis 27. Januar 2019 lädt die Internationale Grüne Woche, die weltweit bedeutendste Ausstellung für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau, die Fachwelt auf das Berliner Messegelände ein. Als Aussteller mit dabei ist „Die faire Milch“. In der NRW-Landeshalle wird die Marke der im BDM organisierten Milchbauern sowohl ihr neues Standkonzept als auch das aktuelle Sortiment präsentieren. Besucher sind herzlich eingeladen, sich von der besonderen Güte unserer Produkte live vor Ort zu überzeugen.